Das iPhone

Am 9. Januar 2007 stellte Apple der Öffentlichkeit einen Prototyp des iPhones auf seiner Macworld Conference & Expo in San Francisco vor. Anfang Juni 2007 kündigte Apple durch die Ausstrahlung eines TV-Werbespots den Verkaufsbeginn in den USA für den 29. Juni an. Dieser erfolgte exklusiv in rund 200 Apple-Stores und etwa 1800 Verkaufsstellen des Netzbetreibers AT&T Wireless (ehemals Cingular Wireless). Die iPhones mit 4 Gigabyte-Speicher ausgestatteten Geräte wurden für $ 499, die iPhone 8 GB-Versionen für $ 599 angeboten. Laut dem Apple-Bericht für das dritte Quartal des Wirtschaftsjahres wurden innerhalb der ersten zwei Verkaufstage rund 270.000 iPhones inklusive Zubehör abgesetzt. Nach Einschätzungen von Analysten im August 2007 konnte Apple im dritten Jahresquartal mit rund 800.000 weiteren verkauften Geräten rechnen, was insgesamt die Apple-Zielvorgabe von einer Million seit Verkaufsstart bis Ende September leicht übertroffen hätte. Am 5. September 2007 verkündete Steve Jobs eine Preissenkung: Die 8 GB-Version kostet ab sofort nur $399, die iPhone 4 GB-Version wird nicht mehr angeboten. Verärgerten Erstkunden bot Jobs tags darauf auf der Apple-Webseite einen Gutschein über $100 an. Wer das iPhone 8 GB innerhalb der zehn Tage vor Ankündigung der Preissenkung gekauft hatte, bekomme die volle Differenz von $200 erstattet. Im vierten Quartal des Wirtschaftsjahres 2006/2007 (bis 29. September 2007) wurden nach Angaben von Apple etwa 1,1 Millionen iPhones verkauft. Laut dem am 22. Oktober 2007 veröffentlichten Quartalsbericht seien damit insgesamt seit der Markteinführung rund 1,4 Millionen iPhones abgesetzt worden.
In Europa wird das iPhone seit dem 9. November 2007 angeboten. Zu diesem Zeitpunkt begann der Vertrieb in Deutschland exklusiv über T-Mobile zum Preis von 399 Euro, gekoppelt mit einem Zwei-Jahres-Vertrag und einer Sperre, die eine Nutzung des iPhones während der Mindestvertragslaufzeit ausschließlich im T-Mobile-Netz erlaubt. Im Gegenzug beteiligt T-Mobile Apple an den monatlichen Umsätzen. Nach Ablauf der 24-monatigen Frist kann diese Sperre allerdings kostenlos entfernt werden, so dass eine Aktivierung des Gerätes über iTunes auch mit SIM-Karten anderer Anbieter offiziell möglich ist.
Seit dem 9. November 2007 ist das iPhone auch in Großbritannien exklusiv über das Mobilfunk-Unternehmen O2 und das Vertriebsnetz von Carphone Warehouse erhältlich. Der Kauf ist für 269 £ (rund 387 Euro) nur mit einer Vertragsbindung an O2 möglich. In Frankreich wird das Gerät seit dem 28. November 2007 verkauft. Hier hat die France-Télécom-Tochter Orange den Alleinvertrieb bekommen, muss das iPhone aber aufgrund eines französischen Gleichheitsgesetzes auch ohne SIM-Lock oder mit einer Option auf Freischaltung anbieten. Die Gerätepreise liegen hier zwischen 399 Euro (mit Vertragsbindung) und 749 Euro (inklusive 100 Euro Freischaltungsgebühr, ohne Vertrag). Die Markteinführung in Asien und Australien ist für 2008 geplant. Das Schweizer Telekommunikations-Unternehmen Swisscom teilte im Mai 2008 mit, dass es das iPhone noch im selben Jahr anbieten werde.
Am 17. März 2009 wurde bei der Vorstellung von iPhone OS 3.0 darauf hingewiesen, dass es nun in 80 Ländern verfügbar ist. Im Jahr 2008 verkaufte Apple 13,7 Millionen iPhones.
Apple iPhone 3G
Am 9. Juni 2008 wurde auf der Apple Worldwide Developers Conference 2008 das iPhone 3G vorgestellt. Wie von Steve Jobs bereits im September 2007 angekündigt, wurden die Kommunikationsfähigkeiten des iPhones erweitert. Ab dem 11. Juli 2008 wurde die neue iPhone-Version parallel in 21 Ländern ausgeliefert, darunter in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Am 17. Juli begann der Verkauf auch in Frankreich. Zusätzlich zu EDGE unterstützt das 3G-Modell die Mobilfunkstandards UMTS/HSDPA. Außerdem ist die Standortbestimmung mittels A-GPS möglich. Das iPhone mit 8 GB wird mit schwarzer Gehäuserückseite ausgeliefert, bei der 16 GB-Variante besteht eine Auswahl zwischen schwarzen und weißen Geräten. Dabei wird die rückseitige Hülle künftig aus Kunststoff hergestellt. Als Grund dafür wird eine bessere Empfangsleistung bei niedrigerem Energieverbrauch angegeben. Die Preise wurden gegenüber dem Vorgängermodell gesenkt; in den USA ist das iPhone 3G zum Beispiel für 199 USD (8 GB) bzw. 299 USD (16 GB) erhältlich, in Deutschland liegt der von T-Mobile subventionierte Preis je nach Tarifbindung für die iPhone 3G 8 GB-Variante zwischen einem Euro und 169,95 Euro, beziehungsweise zwischen 19,95 Euro und 249,95 Euro für die iPhone 3G 16 GB-Variante.
Apple iPhone 3GS
Am 8. Juni 2009 stellte Marketingchef Phil Schiller im Rahmen der Apple Worldwide Developers Conference die neue Generation des iPhones, das iPhone 3GS vor. Das S in der neuen Modellbezeichnung des iPhone steht für Speed. Die Arbeitsgeschwindigkeit und Internetverbindung wurde gegenüber dem Vorgängermodell beschleunigt. Unterschiede des iPhone 3GS gegenüber dem iPhone 3G sind: HSDPA mit bis zu 7,2 Mbps anstelle von 3,6 Mbps; Kamera mit 3-Megapixel anstelle von 2-Megapixel Auflösung (siehe Meldungen von April 2009); eine Videoaufnahme- und Videoschnittfunktion; eine 32-Gigabyte-Version anstelle zuvor maximal 16-Gigabyte; längere Akkulaufzeiten; bessere 3D-Grafik durch Unterstützung des OpenGL ES 2.0 Standards; ein Magnetometer; ein digitaler Kompass. Laut Experten der Halbleiterindustrie hat Apple die digitalen 3-Megapixel Kamerasensoren bei dem Unternehmen OmniVision in Auftrag gegeben. Diese Bildsensoren unterstützen die Aufnahme von Videos mit einer Geschwindigkeit von maximal 30 Bildern pro Sekunde. Außerdem produzieren diese Kamerasensoren mit einer Wavefront-Coding-Technologie schärfere Bilder.
Quelle: Wikipedia


